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Der Chor im Pressespiegel

"Wasser machet stumm" am 23. Oktober 2011:

Gemeinschaftskonzert in Blieskastel am 10.4.2011:

 

Unser Adventskonzert am 12. Dezember 2010:

Adventkonzert

 

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Die Saarbrücker Zeitung zum Konzert "Licht der Musik"
am 3.5.09 in der Blieskasteler Schlosskirche


Die Saarbrücker Zeitung zum Konzert am 28.3.09 in der Blieskasteler Schlosskirche


Artikel zum Adventskonzert 2008


Die Saarbrücker Zeitung zum Konzert am 28.09.08 in Homburg

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Die Saarbrücker Zeitung zum Passionskonzert am 08.03.08 in Kirrberg


Die Saarbrücker Zeitung zum Neujahrskonzert 2008 im Saalbau in Homburg


Dvoráks Werken Tiefe verliehen

Gelungenes Kirchenkonzert des Westricher Madrigalchores in Homburg

Saarbrücker Zeitung, 8. 11. 2007 (von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf)

Von der Orgelempore aus sang der Westricher Madrigalchor beim Konzert in der Homburger St. Michaelskirche Messen und Lieder Antonin Dvoráks.
Unter der Leitung von Klaus Velten setzte der Chor die Werke des Komponisten einfühlsam und gekonnt und auch in den Soli virtuos um.

Homburg. Wer am vergangenen Sonntag zur geistlichen Musik die Homburger St. Michaels Kirche aufsuchte, dem bot sich ein fast schon ungewöhnliches Bild. Der Westricher Madrigalchor hatte zu einem Konzert geladen – und im Stile klassischer Kirchenchöre hatten die Sängerinnen und Sänger des Ensembles auf der Orgelempore ihren Platz gefunden, im Rücken der zahlreichen Gäste und hoch oben im Kirchenschiff. Gewollt oder ungewollt, der Tradition Tribut zollend oder nicht: Mit dieser in heutiger Zeit fast schon anachronistisch anmutenden Anordnung gab der Westricher Madrigalchor der Musik Raum und den Zuhörern die Gelegenheit, sich unabgelenkt einem besonderen musikalischen Genuß hinzugeben. Auf dem Programm standen zwei Werke des böhmischen Komponisten Antonin Dvorák, namentlich seine Messe in D-Dur (Opus 86) und seine biblischen Lieder (Opus 99).

Dvoráks Messe in D-Dur war eine Auftragsarbeit für den Komponisten. Der dürfte den Meisten durch seine Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ bekannt sein, ein Werk, daß für Dvoráks außergewöhnliche Popularität auch jenseits der Welt der Klassikfans gesorgt hatte. Für die Messe in D-Dur nun war der Komponist allerdings gezwungen, einen musikalisch weitaus weniger opulenten Weg zu gehen.
Erstmals aufgeführt im Jahre 1887 anläßlich der Einweihung einer kleinen Schloßkapelle, standen ihm zur Instrumentalisierung nur ein Soloquartett, ein Chor und eine Orgel zu Verfügung. Doch gerade in der Begrenzung zeigt sich oft der Meister, und so verwundert es nicht, daß Dvoráks Werk heute zu den herausragenden Elaboraten geistlicher Musik zählt. Der Westricher Madrigalchor stellte sich der Herausforderung, nicht nur die musikalische Zielsetzung des Komponisten entsprechend zu interpretieren, sondern auch der spirituellen Ebene der Werke Raum zur Entfaltung zu lassen, mit Sicherheit unterstützt auch durch die beeindruckende Atmosphäre einer abendlich nur sehr spärlich beleuchteten Kirche St. Michael.
In den Solopassagen gab die Sopranistin Dagmar Velten Dvoráks Komposition Stimme und Gesicht, an der Orgel war es Christian von Blohn, der für den erkrankten Thomas Layes die instrumentale Umsetzung verwirklichte. Die musikalische Leitung des Kirchenkonzertes hatte Klaus Velten.

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Artikel zum Frühjahrskonzert 2007 in Waldmohr


Wohliger Chorklang, gefühlvolle Solisten

Westricher Madrigalchor beschenkt Waldmohrer Publikum mit vielseitigem Adventsprogramm

DIE RHEINPFALZ vom 19. 12. 2006

Ein anspruchsvolles Adventskonzert gab der Westricher Madrigalchor am Sonntag in der katholischen Kirche St. Georg in Waldmohr. Mit Werken unter anderem aus dem Barock und Weihnachtsliedern wurden die Besucher auf Heiligabend eingestimmt. Mitveranstalter war die Waldmohrer Volkshochschule.

Chorleiter Klaus Velten hatte mit einer Mischung aus zeitgenössischer und älterer Musik ein vielseitiges Repertoire erstellt. Zum Auftakt stimmte der gemischte Chor Lieder aus der Bearbeitung von Ernst Pepping an, eines Schöpfers jüngerer geistlicher Werke. Vielstimmiger, wohlgeformter Chorklang kam bei den Liedern "Es kommt ein Schiff" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme" zum Ausdruck, ebenso wie beim "Veni, Emmanuel" des ungarischen Komponisten Zoltan Kodaly. Applaus ernteten überdies die rhythmisch ansprechenden neueren Gesangsstücke aus der Bearbeitung von Klaus Velten.

Musik von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach kennzeichnete den Mittelteil des Adventskonzerts. Solistin Dagmar Velten glänzte mit ihrem klaren Sopran bei der Arie aus Händels Oratorium "Der Messias". Ebenso gefühlvoll sang sie die Arie "Bereite Dich, Zion" aus Bachs Weihnachtsoratorium. Das Publikum kam aber auch in den Genuss instrumentaler Darbietungen - wie bei Händels Sonate in Es-Dur für Violine und Basso Continuo. An der Violine überzeugte Esther Germain, insbesondere während der langsamen Passagen. Gelungen und harmonisch erklang Händels Sonate für Trompete (Matthias Velten) und Orgel (Klaus Velten).

Ein weiterer Höhepunkt waren mehrere Gesangswerke von Bach, die die rund 30 Sänger des Westricher Laienchors engagiert und ausdrucksstark zu Gehör brachten.

Mit populären Weihnachtsliedern aus England, Frankreich und Italien bis nach Osteuropa fand das Konzert einen besinnlichen Ausklang. (suca)


In den Tiefen Mozartscher Musik

Westricher Madrigalchor und Musikstudenten ernten begeisterten Applaus

(Rheinpfalz, Friederike Trippen, 8. 11. 06)

Zum Abschluß des Jubiläumsjahres des vor 250 Jahren geborenen Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart gestaltete der Westricher Madrigalchor am Sonntag in der vollbesetzten evangelischen Kirche Waldmohr ein festliches Konzert mit Großwerken des Komponisten. Zusätzlich gaben Lesungen aus Briefen an seinen Vater Einblicke in Mozarts Religionsverständnis.

Schon zu Lebzeiten galt der junge Wolfgang Amadeus als Wunderkind, das bereits musikalisch ausgereift komponierte und meisterlich musizierte. Von dieser einzigartigen Genialität zeugt auch das „Te deum laudamus“ („Dich Gott, loben wir“), das Mozart als erst 13-jähriger komponierte. Dieses Werk hatte der Westricher Madrigalchor zur Konzerteröffnung gewählt. Doch zuvor überzeugte ein ebenfalls sehr begabter Jungmusiker die vielen hundert Zuhörer von seinem Talent: Von seinem Vater, Professor Dr. Klaus Velten, der auch das übrige Konzert leitete, an der Orgel locker und leicht perlend begleitet, stimmte der 15-jährige Matthias Velten mit seiner Trompete einen munteren, fröhlichem Marsch Mozarts an. Mit Kraft und pompöser Feierlichkeit ließ er sein Instrument erschallen, energisch triumphierend und rhythmisch wie harmonisch in sauberem Zusammenspiel mit der Orgel.
So eingestimmt erklang darauf das Te Deum entsprechend glänzend und jubilierend. Dazu bekam der Westricher Madrigalchor professionelle Unterstützung durch ein Orchester mit Studierenden der Hochschule für Musik Saar. Diese trugen den Chorgesang in Dynamik und Intensität sicher vor, begleiteten aber auch dezent, um dem Solistenquartett den Vortritt zu lassen, das die kompositorischen Meisterwerke vornehm verfeinerte.

Mächtig und klangvoll begann die große Lobpreisung, sehr dicht im Zusammenklang der Instrumente und dem stimmgewaltigen, fülligen Chortutti. Äußerst langsam und getragen, fast schwerfällig schreitend, betonte Dirigent Klaus Velten die flehentlichen Bitten des Moll-Teils vor dem klar akzentuierten, ergreifenden Ende.
Zwischen den Musikwerken las Tim Stefaniak Briefe Mozart an seinen Vater vor. Mozart beschreibt hier seine Gefühle, als er 1778 den Tod seiner Mutter verarbeiten muß. Tiefes Gottvertrauen und Ehrfurcht lassen ihn nicht verzweifeln, denn „ich habe mich ganz Gott ergeben“.
Frohlockend, wie es der Textinhalt besagt, sang der Chor auch die festliche Marianische Antiphon „Regina coeli“. Gut ausgearbeitete, sauber intonierte Koloraturen bildeten einen feierlichen Charakter im Wechselgesang zwischen Chortutti und Soloquartett mit Dagmar Velten (Sopran), Christina Reich (Alt), Michael Müller (Tenor) und Christian Heib (Baß). Gerade in diesem Stück bildete sich zwischen Sängern und Instrumentalisten eine wohltuende Harmonie, die großen Beifall erntete.
Als Höhepunkt und Krönung des Konzertes erwies sich Mozarts „Missa in C“, auch als „Krönungsmesse“ bekannt, wenn auch nicht von Mozart selbst so bezeichnet.
Scharf akzentuiert und eindringlich erflehten die Sänger im Kyrie-Ruf Gottes Erbarmen, während die Instrumente süß und lieblich zum Solisten-Teil überleiteten, das jeweils eigenständig vom Chor abgehoben wurde. Zart erklang der Wechselgesang zwischen Sopran und Tenor, für den die Oboe mit ihrer weichen Klangfarbe eine wichtige Begleitfunktion erhielt.
Im Gloria bat der Chor um Frieden, aufbrausend rühmend und aus tiefstem Herzen, gefolgt vom virtuosen Credo. Insgesamt hatte Velten viele Besonderheiten herausgearbeitet, um so den Charakter von Mozarts Musik deutlich spüren und tief im Herzen wirken lassen zu können. So auch die dramatischen Vorhalteakkorde im Sanctus oder das königliche Schreiten im Benedictus mit durchdringenden Oboe-Rufen. Fugenartig verdichtete sich das Agnus Dei mit einer energischen, gewaltigen Schlußsteigerung über durchlaufende Streicherlinien, mit vollem Einsatz zum strahlenden Abschluß geführt.
Das Publikum bedankte sich mit überwältigendem, langem Applaus bei den Musikern. (frt)

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„Lebendiges Erbe“

Westricher Madrigalchor singt Volkslieder „Die Rheinpfalz“ 23. 5. 2006 (mhz)

Unter dem Motto „Lebendiges Erbe“ hatte sich der Westricher Madrigalchor im Rahmen seines Frühjahrskonzertes dem deutschen Volkslied gewidmet. Unter der Leitung des emeritierten Musikprofessors Klaus Velten führte das aus 9 Männer- und 19 Frauenstimmen bestehende Ensemble die gut 100 Besucher in der Waldmohrer Kulturhalle durch volkstümliche Chormusik aus fünf Jahrhunderten.

Dabei bildeten Sätze aus Renaissance und Frühbarock sowie der Romantik die Schwerpunkte des gut zweistündigen Programms, durch das Bernd A. Wunn als Moderator führte. Mit von der Partie waren auch Dagmar Velten als Sopransolistin, die sich populären Melodien aus der Epoche der Empfindsamkeit annahm und nach der Pause zwei Werke Robert Schumanns zu Gehör brachte. Für Abwechslung sorgte der Gitarrist Matthias Wollny mit einer Lautensuite des Nürnberger Meisters Hans Neusidler., einem Thema mit Variationen von Ferdinand Carulli und dem Titel „Classical Gas“ aus der Feder von Mason Williams, das von der populären Musik mit ihrer Harmonik und Rhythmik unserer Zeit geprägt war.
Dies Sparte vernachlässigte der Chor, denn sein Streifzug endete mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Vorgetragen wurden Werke von Michael Praetorius, Melchior Vulpius, Heinrich Isaac oder Caspar Othmayr. Daß auch die Ära der Klassik außer acht gelassen wurde, mutete etwas seltsam an. War doch ansonsten die Werkauswahl durchweg repräsentativ und die Qualität der Ausführung bis auf gelegentliche Intonationstrübungen und nicht immer präzise Aussprache im wesentlichen gelungen. Nach der Pause standen Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Johannes Brahms auf dem Programm. Natürlich durfte auch Friedrich Silcher nicht fehlen, der bis heute zum Standardrepertoire jedes Gesangvereins gehört.

Einen ganz besonderen Reiz entwickelte der Schluß des Konzertes, als auch das Publikum gebeten wurde, bei Liedern der musikalischen Jugend- und Singbewegung mit einzustimmen. Und für einen Sänger aus den Reihen des Westricher Madrigalchores wird der Abend besonders lange in bester Erinnerung sein.
Heinz Bächle, der vor kurzem seinen 80. Geburtstag feiern konnte, wurde für seine 60-jährige Zugehörigkeit zu diesem Chor geehrt. Die goldene Ehrennadel des deutschen Chorverbandes war seine Auszeichnung für eine in vielerlei Hinsicht besondere musikalische Biographie, wie sie ihresgleichen sucht.


Der Westricher Madrigalchor überzeugte bei seinem Adventskonzert in der St. Michaelskirche in Homburg

SZ v. 14. 12. 2005 - Christiane Roos

Ein ungewöhnliches Programm erwartete die Besucher beim Advents- und Weihnachtskonzert mit dem Westricher Madrigalchor in der Homburger St. Michaelskirche. Chorleiter Klaus Velten hatte Werke aus der Barockzeit und dem 20. Jahrhundert zusammengestellt. Als Gäste wirkten eine Sopranistin und Solisten an Trompete und Orgel mit. Der Gemeindepfarrer erzählte weihnachtliche Geschichten zum Schmunzeln.

Am Vorabend des dritten Advents stimmte ein Advents- und Weihnachtskonzert mit dem Westricher Madrigalchor in der St. Michaelskirche auf die letzte Zeit vor dem Fest ein. Unter der Leitung von Klaus Velten präsentierte das Ensemble aus Waldmohr gemeinsam mit Dagmar Velten (Sopran), Matthias Velten (Trompete) und Thomas Layes (Orgel) Werke aus der Barockzeit und dem 20. Jahrhundert.
„Veni Emmanuel“ – Komm Emmanuel – hieß das Motto des Konzertes, für das Velten ein ungewöhnliches Programm zusammengestellt hatte. Im ersten Block stellten Chor und Solisten Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts von Joseph Ahrens, Ernst Pepping, Klaus Velten und Zoltan Kodaly vor. „Ich möchte das Publikum mit zeitgenössischer Musik vertraut machen“, erklärte Velten den Zuhörern und meinte: „In manchen Ohren wird die Musik überraschend klingen, aber in der Musik ist nichts so wichtig wie die Neugierde.“ Doch der Zugang zu dieser Musik war nicht schwer zu finden, denn die Komponisten haben für ihre Werke auf vertraute Stücke zurückgegriffen: „Wachet auf“, „Macht hoch die Tür“ oder „Es kommt ein Schiff geladen“ - mit neuen Rhythmen und Harmonien haben sie für die bekannten Weisen neue Hörerlebnisse geschaffen.
Ein zweiter Block war den Barockmusikern Händel, Buxtehude und Bach gewidmet. Mit neuen geistlichen Liedern von Klaus Velten und dem Orgelsatz „Weihnachten“ von Max Reger endete das Konzert zum dritten Advent.
Die stilistischen Blöcke standen nicht übergangslos nebeneinander. Die Verbindung schaffte Heinz Limburg, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Michael, mit heiter-besinnlichen Weihnachtsgeschichten von Rudolf Hempel, Helene Halmschka und einem unbekannten Verfasser. Limburg erzählte von dem Hirtenjungen, der aus dem Stroh der Krippe den ersten Strohstern als Symbol für Licht, Liebe und den Anbruch einer neuen Zeit geflochten hat. Limburg beantwortete die Frage, warum Gottes Sohn als Kind auf die Welt kam – „ein Kind hat die Macht, Herzen zu berühren.“ Und er brachte Künstler und Konzertbesucher zum Schmunzeln mit der Geschichte von den musizierenden Mönchen, die „so abscheulich falsch gesungen“ haben, daß ihnen niemand mehr zuhören wollte – außer den himmlischen Heerscharen, denn sie liebten den Gesang, weil er aus der Tiefe des Herzens kam. „Diese Geschichte hätte ich nicht gelesen, wenn hier nicht so ein hervorragender Chor und so gute Solisten stehen würden“, meinte Limburg.

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Zwischen alter und neuer Welt

Mit Vorzeigecharakter: Frühjahrskonzert des Westricher Madrigalchors in Waldmohr – Vom Barock bis zum Broadway

Rheinpfalz 24. 5. 05 – Reiner Henn

In der programmatischen Konzeption, der profunden Einstudierung und der künstlerischen Intention und Realisierung hatte das Frühjahrskonzert des Westricher Madrigalchors in der Waldmohrer Kultur- und Festhalle Vorzeigecharakter.
Das Programm war klar gegliedert in europäische „klassische Kunstmusik“ mit zudem chronologischer Anordnung einerseits und in internationale Folkolore und Jazz andererseits. Lediglich drei Lieder aus Israel „verirrten“ sich in den ersten Teil mit Werken von der Renaissance bis zur Romantik. Ansonsten wurde diese Konzeption systematisch, chronologisch und auch thematisch (Lieder aus der Alten und Neuen Welt) zwingend und logisch durchgeführt.
In verschiedenen Sprachen und Idiomen sowie Epochalstilen, in unterschiedlichen Genres und Gattungen gelang dem Westricher Madrigalchor in kosmopolitischer Weltoffenheit ein interessanter musikalischer Streifzug, der in der angemessenen, stilgerechten Gestaltung die ganze Bandbreite weltlicher Chormusik aufzeigte. Die Vielseitigkeit, Flexibilität, Lern- und Leistungsbereitschaft dieses Chores wurde dabei unter Beweis gestellt.
Vom Barock bis zum Broadway, im A-cappella-Stil oder in der sehr einfühlsamen Klavierbegleitung des künstlerischen Leiters Klaus Velten bewährten sich die enormen Qualitäten des Westricher Madrigalchors, der hinsichtlich Stimmführung, Phrasierung und klanglicher Differenzierung bis auf wenige Ausnahmen restlos überzeigte, teilweise überwältigende Momente musikalischer Faszination und Inspiration erzielen konnte.
Um die Vortragsreihe aufzulockern, hatte die Sopranistin Dagmar Velten ebenfalls ihr hohe Können in den Dienst dieses denkwürdigen Konzertes gestellt und unterschiedliche Eindrücke vermittelt. So gelangen beispielsweise die italienischen Arien von Giordani und Pergolesi in ergreifender Dichte und Tiefe des musikalischen Ausdrucks, die Stimmführung wirkte hier kontrolliert und kultiviert. Ein hoher künstlerischer Anspruch, den Dagmar Velten bei Zigeunerliedern von Brahms nicht immer bestätigte. Auch im Bereich des Jazz und klassischen Musicals schwankten die interpretatorischen Resultate. Standardtitel von D. Ellington zeigten kleinste Unsicherheiten im Diskant, während ihr der Klassiker von Gershwins „Summertime“ ansprechend und im Tonfall durchaus getroffen gelang.
Der Geiger Nikolaj von Dellingshausen brannte bei den ausgewählten Kostproben seines hohen Könnens ein ganzes Feuerwerk geigerischer Brillanz und spielerischer Finessen ab. Waren die Variationen zu den „Les Folies d’Espagne“ von M. Marais noch sehr eindringlich, klar und gestochen scharf in der Artikulation, so fehlten dem „Czardas“ von Monti bei aller Virtuosität doch noch Bruchteile der vollen Präzision in taktlicher Metrik und im Zusammenspiel mit dem exzellenten Gitarristen Matthias Wollny.
Ein reizvolles Werk von A. Copland, als Synthese aus klassischer Instrumentalmusik und amerikanischen Country- und Western-Einflüssen gelang wieder in überzeugender Manier – im großen Stil und sehr schwungvoll diese Vortragsfolge beschließend.


Kirchliche und weltliche Melodien zum Advent

Konzert des Madrigalchors

("Die Rheinpfalz" 16. 12. 2004, bbö)

Alle Jahre wieder beschert die Kreisvolkshochschule Waldmohr ihr Weihnachtskonzert, dieses Jahr mit dem Westricher Madrigalchor in der protestantischen Kirche.

Der erste Teil war dem großen deutschen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy, 1809 – 1847, gewidmet. Acht Werke hatte Professor Klaus Velten mit seinem Chor einstudiert. Wir nennen beispielhaft die Vertonung des 42. Psalms für Sopranstimme, Dagmar Velten und Chor, „Hör mein Bitten“ und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“, die die Genialität des Komponisten besonders zeigten. Gelungen war die Überleitung zum zweiten Teil mit einer Lesung von Bernd Wunn. Er hatte die Beschreibung „Weihnachten zu Hause“ von Thomas ausgewählt. Ralph Werner Müller gab „Weihnachtliches“ als Orgelsolist dazu.
Im zweiten Teil überzeugte der Waldmohrer Chor mit dem Repertoire sehr guter Stimmen in allen Lagen bei einer musikalischen Weihnachtsreise durch ganz Europa, beginnend in England mit „Nun freut Euch Ihr Christen“ und fortgesetzt in Frankreich mit „Ich weiß, Jungfrau Maria und weiter nach Spanien mit einem „Katalanischen Weihnachtstanz“. Die Reise endete in Italien mit der Anbetung „Schlaf, schönes Kindelein“.
Bevor die Ganze Gemeinde, selbst der Chorleiter reihte sich in den Madrigalchor mit ein, die deutschen Weihnachtslieder sang, beeindruckte eine schöne Geste im Programm von Professor Klaus Velten das Publikum. Als Hommage an dessen Lehrer Professor Hermann Schroeder – dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden – sang Dagmar Velten mit ihrer schönen Sopranstimme einige seiner Kompositionen.
Viel Beifall dankte am Schluß dem Veranstalter, den drei Dutzend Chorsängern und Chorleiter Professor Klaus Velten für einen schönen Konzertabend zum dritten Advent.

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Von verwackelten Einsätzen und erfüllten Momenten

Konzert mit dem Westricher Madrigalchor in der Kultur- und Festhalle: Haydn-Zyklus überzeugender und schlüssiger

(„Die Rheinpfalz“ 18. Mai 2004, Reiner Henn)

Das Konzert mit dem Westricher Madrigalchor in der Kultur- und Festhalle Waldmohr verdient schon allein aufgrund seiner überlegten programmatischen Konzeption lobende Anerkennung: Die Gegenüberstellung von J. Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ (in Auszügen) mit dem stilistischen Vorläufer, Telemanns Zyklus „Die Tageszeiten“, ergab interessante stilistische Entwicklungen.
Um es sogleich vorwegzunehmen und auf den Punkt zu bringen: Der Haydn-Zyklus wurde insgesamt interpretatorisch überzeugender, packender, lebendiger und schlüssiger realisiert als der von Telemann, dessen Spätwerk zeitlich in den ohnehin problematischen Stilwandel zwischen ausklingendem Barock und Frühklassik fiel. Den Ausführenden (vor allem Solisten und Instrumentalisten) war anzumerken, daß die aufführungspraktische Prämisse der bahnbrechenden „Neuerer“ in Sachen „Alter Musik“ – wie Harnoncourt mit dem Postulat einer „Musik als Klangrede“ – an ihnen vorbeigegangen ist.

Neben ausführungspraktischen Fragestellungen ergaben sich auch Einschränkungen hinsichtlich ungenauer Artikulation und Intonation, verwackelter Einsätze (trotz klarer, eindringlicher Zeichengebung von Professor Klaus Velten). Dieser konnte somit Verschiebungen im Zusammenspiel und ansatzbedingte Probleme bei den Bläsern nur bedingt verhindern. Diese vielen Einschränkungen jenseits der Toleranzgrenze prägten das interpretatorische Erscheinungsbild eines Kammerorchesters mit Studenten der Musikhochschule des Saarlandes. Bei der Sinfonie als Auftakt zu Telemanns Zyklus repräsentierte das indisponierte Orchester somit nicht jenes gehobene Niveau, an das Hochschulorchester ihr Publikum seit vielen Jahren gewöhnt haben. Deutliche Leistungssteigerungen im Laufe des Abends relativierten etwas diesen eher zwiespältigen Eindruck und transparenten Einblick, der ohnehin durch die kleine Besetzung noch gravierender wirkte. Allerdings gab es auch positive Ausnahmen wie Cello, Kontrabaß bei den Streichern sowie Klarinette bei den Bläsern. Letztlich wirkte aber selbst bei dem verbesserten Haydn vieles an Spiel- und Begleitfiguren im Orchesterpart nicht ausgereift und diszipliniert genug.
Bei den Vokalsolisten konnte sich die Sopranistin Dagmar Velten ebenfalls erst bei Haydn steigern, für die erwarteten vergoldenden Glanzlichter sorgen, während sie bei Telemann nicht genügend vom Test her interpretierte und in Deklamation oder Ausdruck im Arioso zu flach und blaß blieb. Zudem beeinträchtigte sie mit dem stilistisch störenden Dauer-Vibrato ihre Wirkung. Bei Haydn gelangen ihr dann viele erfüllt Momente stimmlicher Faszination und musikalischer Inspiration.

Die Altistin Christin Christina Reiche zeigte gute Ansätze für eine zwingende Darstellung barocker Affekte – Mit anschwellender Dynamik (mezze di voce) und eindringlicher Artikulation. Der Tenor Thomas Burger erreichte hohe Textverständlichekeit, setzte seine wohltuend klare Stimme wirkungsvoll ein, ihr fehlte es aber noch an Volumen, zudem wirkte sie mitunter etwas nasal und nicht natürlich strömend.
Umeingeschränkte Lob verdiente lediglich der Bassist Christian Heib, der überzeugen und begeistern konnte, stimmlich wie auch interpretatorisch ausgereifter und sicherer wirkte. Gemessen an dem hohen künstlerischen Anspruch von Studenten und Solisten darf man dem Laienchor noch die größten Komplimente machen. Der Westricher Madrigalchor erreichte hinsichtlich Diktion, Intonation, Ausbalancierung sowie Stimmbildung und stilistischer Charakterisierung weit mehr als man erwarten durfte. Bei den Chorpartien wirkte der Madrigalchor gut vorbereitet, erreichte sehr ansprechende Resultate, die den Rahmen des (im Laienchorwesen) Gewohnten sprengte und die eigentliche Attraktion des Abends waren.

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Heitere Frömmigkeit, jubelndes Gotteslob Saarbrücker Zeitung, 17. 11. 2003

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart bestimmten die Aufführung des Westricher Madrigalchores in St. Michael

Homburg (cros). Passend zu einem sonnigen Novembersonntag, der eher an einen goldenen Oktober erinnert, bestimmten heitere Frömmigkeit und jubelndes Gotteslob die Aufführung des Westricher Madrigalchores in der Homburger Kirche St. Michael. Unter der Leitung von Klaus Velten präsentierten die Chorsänger aus Waldmohr, die Solisten Dagmar Velten (Sopran), Christina Reiche (Alt), Michael Müller (Tenor), Sven Albert (Bass) und ein aus Studenten der Musikhochschule des Saarlandes zusammengesetztes Kammerorchester, Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Eingestimmt wurden die Zuhörer in der voll besetzten Kirche mit einem Frühwerk des Komponisten. Das "Te deum laudamus", KV 141, hat Mozart als 13-Jähriger geschrieben. Nach der Kirchensonate in C, KV 336, folgte als Höhepunkt der Aufführung die wohl populärste Messe Mozarts. Die Missa in C, KV 317, wurde als "Krönungsmesse" bekannt, wobei über die Entstehung des Namens dieser vorletzten der Salzburger Messen in der Musikwissenschaft unterschiedliche Erklärungen geliefert wurden. Die Bezeichnung "Krönungsmesse" soll entweder auf die Krönung eines Gnadenbildes in der Wallfahrtskirche Maria Plain bei Salzburg Bezug nehmen oder auf die Tatsache, dass die Messe elf Jahre nach ihrer Entstehung 1790 bei der Krönung Leopolds II. zum böhmischen König in Prag aufgeführt wurde. Wuchtig beginnt der Chor das Kyrie, dessen Wirkung Velten durch ein besonders langsames Tempo noch verstärkte. Umso wirkungsvoller konnte er damit den Kontrast mit dem anschließenden lebhaften Mittelteil gestalten. Es folgten das strahlende Gloria, ein durchaus dramaturgisch durchgearbeitetes Credo und das feierlich beginnende, schwungvoll endende Sanctus.

Nach dem als Solo-Quartett komponierte Benedictus endete das Werk mit dem Agnus Dei, beginnend mit einem ausgedehnten Sopran-Solo, das den Anfang der "Dove-sono"-Arie der Gräfin aus der Hochzeit des Figaros vorwegnimmt, und mit dem vollen Chor- und Orchestereinsatz endete. Mozart hat die Krönungsmesse im März 1779 geschrieben, kurz nachdem er von einer Reise nach Mannheim und Paris nach Salzburg zurückgekehrt war und hier eher widerwillig seinen Dienst als Hoforganist und Konzertmeister wieder aufgenommen hatte. Die zurückliegende Reise hatte ihm Enttäuschungen und Leid gebracht.
Als Wunderkind durch ganz Europa

Weder in Mannheim noch in Paris wurden ihm Arbeitsmöglichkeiten geboten. Er scheiterte an den etablierten Komponisten Stamitz und Gluck. Seine Werbung um Aloysia Weber wurde zurückgewiesen, und am schlimmsten traf ihn der Tod der Mutter. Es ist kennzeichnend für ihn, der als Wunderkind in ganz Europa unterwegs war und später mit bedrückenden Lebensumständen zu kämpfen hatte, dass er auch in schwierigsten Zeiten vollendete Musik komponierte.

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„Ich wollt' ich wär' ein Huhn"

Westricher Madrigalchor präsentiert Evergreens aus Film, Musical und Operette – Begabte Instrumentalisten

“Die Rheinpfalz” 27. 5. 2003 von Friederike Trippen

Ein Abend voller Musik fürs Herz, mit Melodien über die Liebe und andere Dingen, die das Leben schöner machen, fand am Samstag in der Kultur- und Festhalle Waldmohr statt. Der Westricher Madrigalchor, der sich selbst als modern und selbstbewußt bezeichnet, zeigte sich diesmal von einer ganz anderen Seite, als „sein" Publikum es gewohnt ist: Mit Evergreens aus Film, Musical und Operette ließ der Chor die „gute alte Zeit" wieder aufleben. Dabei konnten die mehr als 100 Besucher in angenehmen Erinnerungen schwelgen.

Klaus Velten als Organisator des Konzertes leitete und begleitete nicht nur den gemischten Chor, sondern stützte am Flügel auch die Solisten Dagmar Schmidt-Velten (Sopran), Hans Walter Brocker (Bariton), Nicolai von Dellingshausen (Violine) und Michael Seibert (Violoncello). Zusätzlich stimmte er die Zuhörer mit kurzen Informationen auf das jeweils folgende Musikgenre ein.
Von Glück und der großen Liebe in der Filmwelt handelte der erste musikalische Block des Konzertes. „Ein Lied geht um die Welt" sang Dagmar Schmidt-Velten mit ihrem sehr weichen, zarten und zugleich doch strahlenden Sopran. Die 26 Frauen und zehn Männer wiederholten den Refrain im Chortutti klang- und schwungvoll. Einen klanglichen Kontrast bot Brocker mit dem Ohrwurm „Ein Freund, ein guter Freund". Die schnellen Tonfolgen der Strophen meisterte er mit einer exakten Artikulation und einer guten Atemtechnik.

Einige Zuhörer summten die bekannten Melodien leise mit und bedankten sich mit spontanen „Bravo"-Rufen. Die Chorsänger zeigten ihre Freude an dieser Art der Musik, indem sie den Text mit passender Mimik und Gestik untermalten.
Die drei begabten Instrumentalisten Velten, von Dellingshausen und Seibert brachten als Salonensemble verschiedene Melodien von Peter Kreuder zu Gehör. Schwermütige Klaviermusik wechselte sich mit heiter-tänzerischen Themen ab, die Velten durch Modulationen miteinander verband. Warme Cello-Töne und helle, liebliche Violinklänge bildeten ein schönes Wechselspiel. Spaßig vorgetragene Melodien wie „Ich wollt' ich wär' ein Huhn" sorgten im Publikum für gute Laune.

Breite Legatoklänge des Chores prägten die Stücke amerikanischer Broadway-Musik. Wie Velten erklärte, spiegelte diese Musik aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg das Bedürfnis der Menschen nach einer der Wirklichkeit entgegengesetzten Welt. So begannen die Lieder meist schwermütig und wandelten sich in Freude und Zuversicht. Rhythmische Tücken in George Gershwins „I got Rhythm" meisterten die Sänger mit viel Freude am Singen. Mit diesem Komponisten setzte das Salon-Ensemble auch das Programm nach der Pause fort. Hier beschränkten sich Klavier und Cello auf begleitende Funktionen, während die Violine friedliche und muntere Melodien darbot.
Ein Höhepunkt des Abends waren Lieder aus Frederick Loewes Musical „My Fair Lady", besonders die szenische Einlage der beiden Solosänger. „Es grünt so grün" trugen sie mit schauspielerischem Talent und viel Gefühl vor, wobei in Schmidt-Veltens klarem Sopran und Brockers sonorem Bariton ihre klassische Ausbildung besonders stark zum Vorschein kam. Doch auch der Chor bewies hier viel Können. So erreichten die Sopranistinnen mühelos hohe Tonlagen.

Mit fröhlichen und schwungvollen Walzern führte das Instrumentaltrio in die bezaubernde Welt der Wiener Operette, in der zarte Violinmelodien zum Träumen einluden. Täuschend echt flehte Brocker in Franz Lehars „Lustiger Witwe" um Schmidt-Veltens Zuneigung, die sie ihm in einem lieblichen Duett versprach.
Als Abschluß bot Fred Raymonds „Maske in Blau" verschiedene Stimmungslagen: vom zarten Sologesang bis zum temperamentvollen, stimmgewaltigen Chorsatz.

Zum Dank für dieses unvergeßliche Konzert mit den vielen unvergessenen Melodien gab es Blumen und stehende Ovationen für die Akteure.

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Westricher Madrigalchor weiterhin in weiblicher Hand

Mitgliederversammlung bestätigte bewährte Führung

16. 3. 2003

Die gemeinnützige Sängervereinigung Waldmohr e. V. als Trägerverein des Westricher Madrigalchors bestätigte in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung das langjährige Vorstandsteam um die Vorsitzende Helge Baer. Neben Baer wurden Heidrun Weiß als 2. Vorsitzende, Herta Wunn als Finanzreferentin sowie Sieglinde Roth als Schriftführerein einstimmig wiedergewählt.
In einer mitreißenden Rede faßte Baer die Leistungen des Chores in den letzten beiden Jahren zusammen, wobei sie die verschiedenen Konzertauftritte zwischen Walmohr, Saarbrücken und Luxemburg Revue passieren ließ und sich sowohl bei dem Dirigenten, Prof. Velten sowie allen aktiven Mitorganisatoren und natürlich den Sängern und Sängerinnen bedankte.

Breiten Raum nahm dann auf der lebhaften Sitzung eine im Chor bestens bekannte Diskussion ein zu der Thematik der Positionsbestimmung zwischen reiner Konzertarbeit einerseits und der immer wieder aufkommenden Forderung nach mehr Geselligkeit im Verein. Hier ist immer wieder Fingerspitzengefühl und eine Gratwanderung zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen notwendig.
Wie Pressereferent Bernd A. Wunn mitteilte, arbeitet der Chor zur Zeit sowohl an seinem für den 24. Mai in Waldmohr vorgesehenen Frühjahrskonzert unter dem Motto „Ein Lied geht um die Welt“ als auch bereits an Mozarts Krönungsmesse, welche ab Herbst in hoffentlich mehreren Aufführungen zu erleben sein wird. Frisch gepreßt wurde übrigens eine CD mit dem Mitschnitt des Konzerts an Weihnachten 02 (Ausschnitte aus Händels Messias, sowie Charpentiers TE DEUM), welche ab sofort bei den Chormitgliedern oder donnerstags bei der Probe im Bürgerhaus erhältlich ist.


Gestochen klar und schneidend scharf

Westricher Madrigalchor gibt Weihnachtskonzert in Waldmohr – Glanz und Ausdruckskraft

Reiner Henn – Die Rheinpfalz 17. 12. 2002

Das Weihnachtskonzert am dritten Adventssonntag in der protestantischen Kirche Waldmohr bezog seine hohe Qualität aus dem spielerischen Glanz und der Brillanz der Instrumentalisten und der Ausdruckskraft der Vokalisten gleichermaßen.
Oftmals müssen sich für solche Anlässe ad hoc zusammengestellte Instrumentalensembles erst im Verlauf des musikalischen Konzertablaufs „finden“. In Waldmohr kam es erfreulicherweise anders: Mitglieder des Orchesters des Saarländischen Staatstheaters spielten auf Anhieb wie aus einem Guß, also mit klanglicher Homogenität, spielerischer Solidarität und klanglicher Expressivität. Das ist auch auf die prägende künstlerische Persönlichkeit von Professor Klaus Velten zurückzuführen, der das barocke Dreigestirn aus Chor (Westricher Madrigalchor), Orchester und Vokalsolisten entsprechend leitete, inspirierte und mit viel Übersicht koordinierte.
Velten vermittelte klare, stimmige Tempi, sorgte für einen reibungslosen musikalischen Ablauf, balancierte klanglich geschickt und bereitete Überleitungen kompetent vor. Die Sinfonia des Oratoriums „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel ließ er gestochen klar und schneidend scharf im gravitätischen punktierten Teil artikulieren, der fugierte Teil atmete in zart ziselierten Linien Klarheit und Feinheit.
Grundsätzlich schmiegten sich die Vokal-Solisten mehr in den folgenden, sehr soliden und minutiös ausgearbeiteten Orchesterklang ein, stellten ihr Können mehr zurückhaltend und dezent andeutend in den Dienst der gemeinsamen musikalischen Aussage und daher nicht erhaben auftrumpfend. War dies beabsichtigt?
So deutete die Sopranistin ihren Vortrag „Tröste dich...“ aus diesem Oratorium mehr lyrisch bildhaft und schlicht im Ausdruck als in operettenhafter Drastik oder in oratorienhafter Dramatik aufbegehrend. Erst gegen Ende des Querschnitts ließ sie sich mehr aus der Reserve locken, konnte sich darstellerisch steigern.
Eigentlich fehlte es allen Solisten somit an den empathischen Aufschwüngen, die Händels pathetische Klanggebärde ausmachen und stilbildend sind. Der Bassist Sven Albert ist eigentlich mehr ein lyrischer Bariton und begnügt sich über weite Strecken mit dem Absingen von Noten, was zwar respektabel gelingt, aber noch nicht den Reiz von Händels Pathos ausmacht.
Die Altistin Christina Reiche füllte ihre Noten zwar mehr mit Ausdruck und Leben, folgte den exzellent und stringent vorgegebenen Impulsen des Orchesters bei der Arie „O du, die Wonne...“ zu verhalten und könnte noch mehr Strahlkraft und „Messa di voce“ (Anschwellen und Beleben der Töne) entwickeln. Letztlich konnten aber die beiden Frauenstimmen durchaus ihren melodischen Liebreiz entfalten.

Ausgerechnet der Chor konnte diesen melodischen Funken von Händels spätbarockem Pathos und Duktus am loderndsten entzünden. Die chorischen Partien hatten durchweg hohe künstlerisches Format, wenn auch kleinere Einschränkungen zu machen sind: Grundsätzlich konnten die Frauenstimmen Tempi, Rhythmik und Phrasierung des Orchesters sicherer übernehmen als die eher etwas breiter artikulierenden Männerstimmen. Dadurch klang bei den Frauenstimmen manches bei den Auszierungen der Textsilben geschmeidiger, gelöster und beseelter.
Die Aufführung von M.-A. Charpentiers Kantate „Te Deum“ mit der allzu bekannten Sinfonia als Vorspiel sprengte eher den Rahmen, neutralisierte eher die Wirkung Händels als diese zu vertiefen. Der von Professor musikgeschichtlich fundierte und von ihm gewagte Vergleich zwischen französischem und (deutsch-)englischem Barock, zwischen Hoch- und Spätbarock war dank seiner Einführung wohl durchaus interessant, schien aber die Vokalisten zunehmend zu überfordern.
Dennoch konnten sie insgesamt in der Intonation beachtliche Annäherungswerte erzielen, gefielen durch klare Diktion sowie die spürbaren Phrasierungen und Spannungsbögen, mit denen sie dieser Musik letztlich gerecht wurden.

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Frischer Chor mit Tradition

Saarbrücker Zeitung 19. 12. 2002

Langer Applaus war der Dank für ein begeisterndes Konzert des Westricher Madrigalchors

Ein halbes Jahr hatte der Westricher Madrigalchor hart und ausdauernd geübt. Jetzt begeisterte er mit Händels „Der Messias“ und Charpentiers „Te Deum“ das Publikum in der Kirche Maria vom Frieden.
Mit der Aufführung von „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel und des „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier setzte der Westricher Madrigalchor in der katholischen Pfarrkirche Maria vom Frieden einen festlichen musikalischen Glanzpunkt in der Vorweihnachtszeit. Unter der Leitung von Professor Klaus Velten aus Homburg präsentierten der derzeit 45-köpfige Chor, die Solisten Dagmar Velten (Sopran), Christina Reiche (Alt) und Sven Albert (Baß) und ein aus Studenten der Musikhochschule des Saarlandes sowie aus Mitgliedern des Orchesters des Saarländischen Staatstheaters zusammengesetztes Barockensemble eine überaus professionelle Darbietung. Bedauerlicherweise war das Konzert nur mäßig gut besucht. Die Musikfreunde, die die Aufführungen miterleben durften, waren allerdings absolut begeistert, wie der lange Applaus dann auch deutlich machte.
Mit Händels „Messias“ stellte sich der Chor einer Herausforderung. Nicht nur die Fugen, ähnlich denen von Johann Sebastian Bach, stellen große Ansprüche an die Musikalität der Mitwirkenden. Der Text des Werkes erfordert zudem auch eine besonders deutlich Aussprache.
Georg Friedrich Händel, der neben Bach als bedeutendster Komponist der Barockzeit gilt, wurde 1685 in Halle geboren. Einen Großteil seines Lebens verbrachte Händel in England, wo er ab 1727 bis zu seinem Tod 1759 lebte. „Der Messias“, der 1742 im irischen Dublin uraufgeführt wurde, ist eine von 22 Oratorien, die der kreative Komponist geschaffen hat- Dieses Werke werde in unserer Gegend nicht so häufig aufgeführt, unterstrich Velten den Stellenwert des Kirchenkonzertes. Dabei beschränkten sich der Chorleiter und Dirigent, die Sänger und Musiker auf die Sätze eins bis 15 des ersten, adventlichen bzw. weihnachtlichen Teils des „Messias“, der sich ganz der Geburt Jesu widmet. Viele Chöre des Werkes hat fast jeder im Ohr. Ähnlich geht es einem auch mit dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier: Ein musikalisches Motiv des Triumphmarsches im „Te Deum“ wurde im Fernsehzeitalter als Erkennungsmelodie der Eurovisions-Sendungen weltweit bekannt.
Die in typisch französischer Manier geschriebene Komposition stellt große Anforderungen an Chor, Solisten und Orchester. Takt- und Tempowechsel verlangen von ihnen einiges ab. Die Leichtigkeit, mit der das Werk aufgeführt werden will, bedeutet für alle Mitwirkende großen Einsatz und harte Probenarbeit.
Charpentier wurde 1643 in Paris geboren und starb dort 1704. Im Jahre 1684 wurde Charpentier Musikdirektor der Jesuiten und prägte dadurch den sogenannten Jesuitenbarock am Hofe Ludwigs XIV mit. Mit Händels „Messias“ und Charpentiers „Te Deum“ hatte dich der Westricher Madrigalchor zwei herausragende Werke des Barock für sein vorweihnachtliches Konzert ausgesucht und erstmals vor Publikum präsentiert. Wie für ihre jährlich zwei Mal stattfindenden Konzerte – ein weltliches im Sommer und ein geistliches im Winter – üblich, bereiteten sich die Sängerinnen und Sänger ein halbes Jahr lang auf die neuen Werke vor, so Velten. Neben dem Wunsch, Musikfreunden und –kennern etwas besonderes zu bieten, will der Westricher Madrigalchor durch seine Konzerte auch für sich werben. „Wir brauchen noch Leute, vor allem Männerstimmen“, sagte der Chorleiter und Dirigent.
Hervorgegangen ist der Chor aus der fast 130 Jahre alten Sängervereinigung Waldmohr. Er verstehe sich als moderner und selbstbewußter Chor, der sich an eine Vielzahl von Werken der Chormusik, komponiert von Musikern mit hohem künstlerischem Rang, heranwage, wie es in einem Faltblatt über den „frischen Chor mit guter Tradition“ heißt.

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Musikalische Reise hervorragend gelungen

EUROPA SINGT – Konzert des Westricher Madrigalchors toller Erfolg
Einen unvergeßlichen und abwechslungsreichen Abend erlebten die Besucher am 25. Mai 2002 in der Waldmohrer Kultur- und Festhalle. „Reiseleiterin“ Brigitte Gode führte Zuhörer und Mitwirkende auf eine musikalische Reise durch 17 Länder Europas, auf der gesungen, getanzt und musiziert wurde. Neue Reisestationen wurden durch die gefühlsam und ausdruckstark agierenden Osterthaler Blechbläser unter der Leitung von Werner Specht markiert. Der estricher Madrigalchor hatte unter der Leitung von Prof. Klaus Velten aktuelle wie historische Volkslieder in fünf verschiedenen Sprachen einstudiert, die der Chor trotz schwieriger akustischer Bedingungen in der Waldmohrer Halle einwandfrei intonierte. Ob sehnsuchtsvolles Frühlingserwachen in Irland, holländisches Marktgeschehen, amouröse Verwicklungen in Frankreich, Lustbarkeiten im Mittelmeerraum und manches andere – stets sprang der Gefühlsgehalt der Lieder auf den Zuhörer über. Nordische Schwere steuerte Dagmar Velten solistisch mit Solveigs Lied von Edward Grieg bei, nachdem sie zuvor vier, auch dem Chor aus eigenem Repertoire bekannte, Zigeunerlieder von Brahms treffsicher darbot.
Wahrlich mitreißend waren sodann die Tanzbeiträge der Homburger Kunstschule ARTefix unter der Leitung von Helge Baer, die, gewandet in bezaubernde Kostüme und befeuert von kraftvoller musikalischer Energie zunächst mehrere südosteuropäische Folkloretänze auf die Bühne legte.
Nachdem die Reise dann im unendlich melancholischen Rußland angelangt war, stellte „Bielolitza Kruglolitza“, ein von Liebesschmerz erfüllter Reigentanz, der ursprünglich gemeinsam mit dem Chor aufgeführt werden sollte, den absoluten Höhepunkt dar.
Heimgekehrt in heimatliche Gefilde, leitete eine selten gehörte Variation des deutschen Volkliedklassikers „Kein schöner Land“ in das offene Singen mit dem Publikum über. Mit minutenlangem Beifall bedankte sich der vollbesetzte Saal für intensive zweieinhalb Stunden Konzerterlebnis.
Der Westricher Madrigalchor hat sich vorgenommen, auch in Zukunft auf seinen Frühjahrskonzerten den emotionalen Dialog mit dem Zuhörer zu suchen. Für Mai 2003 ist ein Evergreen-Medley unter dem Arbeitstitel „Schön


Internationale Erfolge

Ein arbeitsreiches Wochenende hat der in Waldmohr ansässige Westricher Madrigalchor Ende Juni 2001 hinter sich gebracht. Einschließlich aller Generalproben und Auftritte stand 4 Tage lang die Auseinandersetzung mit der Musik im Mittelpunkt.
Seit Monaten arbeitete der Chor an der bereits in Speyer, Homburg und Trier aufgeführten Messe in A von César Franck, die nun in Saarbrücken und Luxemburg zur Aufführung gelangte. Die Arbeit an dem Werk, das sich vielleicht nicht jedem auf Anhieb erschließt, den Sängern und Sängerinnen sowie den treuen Tourneebegleitern mittlerweile jedoch in Fleisch und Blut übergegangen ist, machte ungeheuer viel Freude und trug in der letzten Zeit erheblich dazu bei, dem Chorensemble unter der Leitung des unerbittlich und gnädig sowie musikpädagogisch vortrefflich wirkenden Prof. Velten ein immer höheres Maß an Präzision in Ausdruck und Gestaltung artifizieller Chormusik zu vermitteln.
Der Lohn der Arbeit war eine hervorragende Akzeptanz in Saarbrücken, wo im Rahmen der Musikfestspiele Saar die barocke Basilika St. Johann einen prachtvollen Rahmen für die Messe bildete, über die der nicht minder berühmte Kollege des Komponisten, Camille Saint-Saens, den bewundernden Ausspruch tat: „Dies ist die Krönung der kathedralesquen Musik!"
Tags drauf (den Abend verschönten sich nebenbei einige Chormitglieder mit Nabucco, welcher erstmals open-air am Saarbrücker Schloß aufgeführt wurde) dann der Höhepunkt in Luxemburg-Stadt, wo in der Dreifaltigkeitskirche sich das gesamte diplomatische Korps sowie Mitglieder der großherzoglichen Familie zum zentralen Gottesdienst anläßlich des Luxemburger Nationalfeiertag einfand.
An der Orgel begleitet vom vielfach international preisgekrönten Saarländer Christian Schmitt (u. a. Preise in Tokio, Brügge, Rom, zuletzt Preis des deutschen Musikwettbewerb 2001 Berlin), unterstützt vom Solo-Tenor A. Wendt und der schon fast zum Chor gehörenden Sopranistin Dagmar Schmidt-Velten, bot der Chor alles an musikalischer Ausdrucksfähigkeit auf, was in ihm steckt. Beim anschließenden diplomatischen Empfang mit sämtlichen in Luxemburg akkreditierten Botschaftern wurden internationale Kontakte geknüpft und vielerlei Lob für die innige bis furiose Darbietung der Messe eingesteckt.
Nicht unerwähnt bleiben soll die herausragende Gastfreundschaft der Luxemburger, welche den Chor aufs vortrefflichste versorgten und nach der gelungenen Veranstaltung zum Wiederkommen einluden.
Unwahrscheinlich wäre dies nicht, will doch das Ensemble, welches sich in den letzten Jahren vollkommen vom Selbstverständnis des früheren Gesangvereins (mit durchaus anerkennenswerten Wurzeln) hin zu einem anspruchsvollen Themenchor gewandelt hat und nebenbei durch diesen Anspruch viele neue Aktive gewinnen konnte, auch weiterhin den Weg zu immer besserer Perfektion und musikalischer Ausdruckskraft beschreiten.
Es sei ihm weiterhin viel Erfolg gegönnt!

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